Guten Morgen,
fuer uns ist es ja jetzt schon Tag 3, aber ich war gestern aben dso muede, dass ich nicht mehr tippen konnte.
Das will ich jetzt nachholen, denn diese Beitraege hier sind ein wenig meine eigene Gedaechtnisstuetze, zum ersten Mal bei einer Reise schreibe ich nicht mehr alles akribisch per Hand auf. Ja, mit fortschreitemdem Lebsnalter aendert sich einiges. Keine sonderlich aufregende Erkenntnis, weil es ja nahezu allen Menschen so geht, aber fuer einen persoenlich manchmal recht ernuechternd.
ok, bevor ich nun noch weiter filosofisch werde, erinnere ich mich lieber an den gestrigen Tag!
Nachts wachte ich ein paar auf, trauemte wirres Zeugs und wusste einmal absolut micht mehr wo ich gerade war. Aber nachdem ich mich ein wenig sortiert hatte, kam die Erinnerung dann wieder.
Trotz der Naehe zum Flughafen hoerten wir wenige Flugzeuge die nicht wirklich stoerten. Der Hunger treib dann tatsechlich auch den Sohn bald aus dem Bette und wir speisten ein gutes Fruehstueck um dann auch als bald das Hotel zu verlassen.
Unser Weg fuehrte uns Richtung Downtown Vancouver und dort nach Gastown.
Frau Hirnwirr fragt den Sohn: “Hast Du schon die Gas-Clock gesehen? Die muss doch hier irgendwo sein.”
Sohn antwortet: “Guck mal auf die andere Strassenseite. Da steht sie.”
Nette Situationskomik! Also parkten wir unser Auto gleich um die Ecke um gegenseitig vor der Uhr, an der meine Eltern schon vor Jahren standen, unsere Anwesenheit zu dokumentieren. Natuerlich wurden wir auch zu zweit geknipst, im Gegenzug lichtete Lukas das freundliche Ehepaar ebenfalls ab. Diese Fotozeremonien sollte sich uebrigens durch den ganzen Tag ziehen.
Nach der Runde durch Gastown fuhren wir weiter auf dem Highway 99 durch den Stanleypark ueber die grosse Bruecke nach North-Vancouver. Dann ging es nach Capilano zu einem Naturpark, der in der Tat etlich Attraktionen anbot. Vorweg aber erschuetterte er mich mit seinem Eintrittspreis. Und dann noch mal, weil auf den PReis noch die Steuern kamen. Da lob ich mir doch good old Germany, wo ich mich direkt vor einem Endpreis graulen kann.
Aber egal, wir gingen rein und ueberquerten eine lange, wackelige Haengebruecke, die gut als Vorlage fuer Germanys next Topmodel haette dienen koennen!
Aber abgesehen davon ist sie wirklich grossartig und es ist ein erhebendes Gefuehl, so 70 Meter ueber dem Capilano River herzulaufen.
Es kam dann noch eine Art Baumkronenpfad, auf dem man in recht ordentlicher Hoehe wieder ueber diverse BRuecken eierte und die Groesse der Douglasien bestaunen konnte. Und ueberall standen viele Informationen, die man aufsaugen konnte.
Lukas und ich hatten viel Spass und das beste war eigentlich das Wetter: ca. 17 Grad, Sonne und wenig Wind waren optimal fuer das Outdoor-Event!
Es ging wieder zurueck ueber die BRuecke (Lukas fotografierte zum wiederholten Male diverse Paerchen!) und auf der anderen Seite gab es noch einen Cliff-walk. Nichts fuer hoehenaengstliche, denn da ging es ueber manche Glasboeden, durch die man in die Tiefe schauen konnte. Aber es war richtig toll.
Zun Schluss gabs den obligarotischen Besuch im Souvenirshop. Aber auch hier zeigt sich Frau Hirnwirrs Alter: Frau hat schon soooo viel gekauft, sie braucht nichts mehr. Ausserdem sind die Klamoettchen hier auch extrem teuer. Nur einige Postkarten durften mit und ein Stueck superleckeres, aber auch supersuesses Stueck Fudge mit Pecannuessen.
Mittlerweile knurrten unsere Maegen und wir machten EInkehr bei Dennis (im Gedenken an Christa *gg*). Gesaettigt ging es dann zurueck ueber die Loewenbruecke wieder durch die Stadt. Und dank Steffie, unserer freundlichen Navigateuse, landeten wir ein wenig spaeter auch sicher auf GRanville Island, dem Fishermans Wharf von Vancouver. Dort waren wir irritiert ob der kostenlosen Parkplaetze, auf denen man 3 Stunden stehen darf, aber keinerlei Parkscheibe noetig ist. Als ordentliche Deutsche schrieb ich natuerlich einen Zettel mit unserer Ankunftszeit.
Wir hatten eine Verabredung mit einer Frau, die ich ueber mein Strickforum kennengelernt hatte und so naeherten wir uns den Markthallen, wo wir uns treffen wollten. Da wir recht zeitig da waren, sassen wir noch draussen auf einer Bank, umringt von aufdringlichen riesigen Moewen, die auf Futter warteten. (Aber von nicht bekamen!) Musikalisch unterhalten wurden wir von einem scheinbar der Kelly-Familie entsprungenem Gitarrespieler, der hoechst vertraeumt die Saiten bearbeitete.
Ein wenig spaeter trafen wir dann Eva und hatten kurzweilige 90 Minuten, in den sie uns von ihrem Leben in Vancouver erzaehlte, wo sie schon seit ueber 20 Jahren lebt. Lukas legte sofort fest, dass er auch hier auswandern wolle…..na, ich bin gespannt.
Nach unserem Meeting, teilweise begleitet von einer Ukulespielenden Saengerin, fuhren wir zum wiederholten Male die Grandvillstreet nach NOrden. Eva hatte uns gewarnt, dass wir wegen der Rushhour laenger brauchen wuerde, aber……ich frag mich, was die hier unter Rushhour verstehen
Jedenfalls war es ein gutes Durchkommen und wir checkten uns um kurz nach 6 im Radisson Airport Hotel ein und hatten ein schoenes Zimmer.
Und hier gibt es was besonderes: Die Gaeste werden aufgefordert, sich eine eigene Liegequalitaet bei den Matratzen zu erstellen! Sehr amuesant. Lukas hat natuerlich von 0 bis 100 alles ausprobiert und kullerte lachend ueber sein QUeensizebett. ich verblieb auf Position 35 und schlief dabei ganz gut.
Aber unser Tag war ja noch nicht vorbei. Nach kurzer Pause fuhren wir, mittlerweile schon wieder recht muede, noch mal los. Diesmal eine Strecke, die uns an der UBC, der Univsitaet von British Columbia vorbeifuehrte. Nicht schlecht, Herr Specht, aber leider ziemlcih unbezahlbar, es sei denn, man bekommt ein Stipendium.
Wir landeten erstmal am Jerichobeach an und wollten eigentlich die Sonne untergehen sehen. Aber leider versteckete sie sich hinter den Wolken, so dass wir aber dann “nur” den Blick auf die Stadt geniessen konnten.
Ich lief sogar barfuss durch den Sand, aber das war dann doch noch recht kalt. Ein weiteres Alterungszeichen meinerseits: Ich habe keinen Sand gesammelt und den einzigen Stein, den ich fand, wieder ins Meer geworfen.
Nun war es schon fast dunkel, auf dem Rueckweg stoppte ich kurz an einem Subway, um noch was zu essen zu bekommen.
Auf geht es jetzt in den neuen Tag!
Gehabt euch wohl……und ich weiss auch nicht, warum der Artikel weiter unten noch mal auftaucht. Ich loesche das aber erst, wenn ich wieder zuhause bin, ich trau dem BRaten hier gerade nicht.